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Steuererklärung leicht gemacht! Neuer Ratgeber hilft Eltern behinderter Kinder

Der Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen e.V. hat sein jährlich neu erscheinendes Steuermerkblatt für Familien mit behinderten Kindern aktualisiert. Das Merkblatt folgt Punkt für Punkt dem Aufbau der Formulare für die Steuererklärung 2021. Es bietet daher schnelle und praxisnahe Hilfe beim Ausfüllen dieser Vordrucke.
Die Neuauflage berücksichtigt steuerrechtliche Änderungen, die am 18. März 2021 durch das Dritte Corona-Steuerhilfegesetz in Kraft getreten sind. Ebenfalls berücksichtigt sind die zum 1. Januar 2021 wirksam gewordenen Änderungen aufgrund des Gesetzes zur Erhöhung der Behinderten Pauschbeträge. Mit diesem Gesetz wurden die Behinderten-Pauschbeträge verdoppelt und neue Pflege Pauschbeträge für die Pflege von Pflegebedürftigen der Pflegegrade 2 und 3 eingeführt. Auch müssen behinderungsbedingte Fahrtkosten jetzt nicht mehr im Einzelnen nachgewiesen werden. Stattdessen gibt es einen Fahrtkosten-Pauschbetrag.

Aktuelle Informationen gibt es darüber hinaus zum Kindergeld. Gestiegen auf nunmehr 9.984 Euro ist der Grundfreibetrag, der für den Kindergeldanspruch von Eltern, die ein erwachsenes Kind mit Behinderung haben, von Bedeutung ist.
Das Steuermerkblatt 2021/2022 steht im Internet unter www.bvkm.de in der Rubrik „Recht & Ratgeber“ kostenlos als Download zur Verfügung.

Quelle: Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen e.V.

Große Sorge um Flüchtende mit Behinderungen

Ukraine Konflikt: Schreiben der Bundes- und Landesbeauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderungen

Vor dem Hintergrund der Situation in der Ukraine und der zunehmenden Zahl an Flüchtenden appellieren die Behindertenbeauftragten von Bund und Ländern, die besonderen Belange von Geflüchteten mit Behinderungen in den Blick zu nehmen.

In einem offiziellen Schreiben an die Bundesministerin des Auswärtigen, die Bundesministerin des Inneren und für Heimat, die Innenministerkonferenz, die Arbeits- und Sozialministerkonferenz und die Integrationsministerkonferenz führen sie aus, welche Aspekte für eine gute Unterbringung und Versorgung von Geflüchteten mit Behinderungen berücksichtigt werden sollten:

  • Systematische Identifizierung von Geflüchteten mit Behinderungen und ihrer Bedarfe bei Ankunft – Benennung übergeordneter Lotsen auf Landesebene zur Koordination erster Schritte nach Ankunft.
  • Unmittelbare Bereitstellung dringend erforderlicher Hilfsmittel.
  • Bedarfsgerechte Unterbringung – möglichst außerhalb von Sammelunterkünften.
  • Für die medizinische Versorgung der Vertriebenen, die nach §§ 4 und 6 AsylbLG erfolgt, ist mit den Krankenkassen flächendeckend eine „auftragsweise Betreuung“ nach § 264 Abs. 1 SGB V zu vereinbaren.
  • Die Kommunen sind auf die Sonderregelung des § 6 Absatz 2 AsylbLG für Vertriebene hinzuweisen. Diese Regelung ist weiter als § 6 Abs. 1 AsylbLG, der für Asylbegehrende gilt. Vertriebenen, die besondere Bedürfnisse haben, wird danach die erforderliche medizinische oder sonstige Hilfe gewährt. Damit haben Vertriebene mit Behinderungen bei Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen auch einen Anspruch auf Leistungen der Eingliederungshilfe. Gleiches gilt für psychotherapeutische Leistungen. Um eine möglichst einheitliche und unkomplizierte Leistungsgewährung zu ermöglichen, ist z.B. durch ein Rundschreiben darüber zu informieren.
  • Sicherstellung, dass für die Unterbringung in Aufnahmeeinrichtungen und Gemeinschaftsunterkünften Schutzmaßnahmen für Frauen und andere schutzbedürftige Personen wie Menschen mit Behinderungen, getroffen sind bzw. werden (vgl. §§ 44 Abs. 2a, 53 Abs. 3 AsylG).
  • Unverzügliche Eingliederung von Kindern mit Behinderungen in Kitas und Schulen.
  • Schneller und unkomplizierter Zugang zu tagesstrukturierenden Maßnahmen (z.B. Tagesstätten der gemeindepsychiatrischen Dienste und Werkstätten für behinderte Menschen).
  • Barrierefreie Informationsangebote, Informationen in Leichter Sprache, Dolmetschung sowie Gebärdensprachdolmetschung vorhalten.

Zudem wird auf das Beratungsangebot der kommunalen Beauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderungen sowie der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB) hingewiesen.
Darüber hinaus gilt die besondere Sorge der Beauftragten den Menschen, die aufgrund ihrer hohen Vulnerabilität nicht eigenständig in der Lage sind, die Ukraine zu verlassen. Hierfür müssten dringend humanitäre Korridore geöffnet und für die Rettung dieser Personengruppen genutzt werden. Außerdem sei die Situation von Kindern mit und ohne Behinderungen in ukrainischen Pflege- oder Waisenheimen Besorgnis erregend. Hierzu die Beauftragten: „Wir begrüßen es, wenn die Bundes- und Landesregierungen ein Aufnahme-Programm für diese Kinder unverzüglich auflegen.“

Quelle: Pressemitteilung vom 08.03.2022
Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen
Schreiben der Bundes- und Landesbeauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderungen

Sprecher der Konferenz der Behindertenbeauftragten von Bund und Ländern ist derzeit Michael Welsch (Sachsen).

Kontakt: Regine Laroche, presse@behindertenbeauftragter.de

Welt-Braille-Tag 2022

Am 4. Januar 1809 wurde Louis Braille geboren. Im Alter von nur 16 Jahren erfand er die Blindenschrift, die deshalb auch „Brailleschrift“ genannt wird.

Ihm zu Ehren hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen im Jahr 2018 den 4. Januar zum Internationalen Welt-Braille-Tag erklärt.

Der Aktionstag macht auf die zentrale Bedeutung der Blindenschrift und die Situation blinder und stark sehbehinderter Menschen aufmerksam.

Für blinde Menschen bedeutet die Brailleschrift Selbstbestimmung und Unabhängigkeit. Deshalb engagiert sich der Blinden- und Sehbehindertenverband Thüringen e. V. (BSVT) auf vielfältige Weise für die Förderung und Verbreitung der Blindenschrift.

Auf Initiative des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes e.V. (DBSV) zählt die „Verwendung und Weitergabe der Brailleschrift in Deutschland“ seit März 2020 zum Immateriellen Kulturerbe.

Dieter Klopfleisch liest Brailleschrift aus der Biografie von Louis Braille.

Thüringer Barrierefreiheitsförderprogramm

in einer Pressekonferenz stellte der Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen die „Richtlinie zur Förderung der Barrierefreiheit (Thüringer Barrierefreiheitsförderprogramm – ThüBaFF)“ vor.
Über die inhaltlich breit angelegte Richtlinie können beispielsweise Zuwendungen für die Herstellung oder Verbesserung der Barrierefreiheit von Gebäuden, Straßen, Wegen und Plätzen, von Fahrzeugen, aber auch von Informations- und Kommunikationstechnologien gewährt werden.

Zuwendungsempfänger können natürliche Personen und juristische Personen privaten und öffentlichen Rechts mit Sitz im Freistaat Thüringen sein. Die maximale Fördersumme beträgt 80%. Der Eigenanteil kann auch mit Drittmitteln (aber nicht über Landesmittel) erbracht werden.

Die Förderhöchstgrenze beträgt 100.000€, für natürliche Personen jedoch 10.000 €. Die Gesamtkosten müssen 5000 € überschreiten (Bagatellgrenze). Für öffentliche Gebietskörperschaften liegt die Bagatellgrenze bei 7500 €.
In der Pressekonferenz wurde darauf hingewiesen, dass die Bewilligung in Abstimmung mit den Kommunalen Beauftragten für Menschen mit Behinderungen erfolgt – auch bei Anträgen privater Personen. Insofern empfiehlt sich in jedem Fall eine frühzeitige Abstimmung mit den jeweiligen Beauftragten.

Die Anträge können bereits jetzt gestellt werden. Voraussichtlich bis Ende der Woche stehen hierfür auf der Webseite des Landesbeauftragten und der Thüringer Aufbaubank die barrierefreien Antragsdokumente zur Verfügung. Bei Letzterer sind die Anträge einzureichen.

Im Folgenden finden Sie

sowie

als PDF.

Gelbe Karte für wildes Parken auf Gehwegen!

E-Roller, kreuz und quer, stehend oder liegend auf Gehwegen, prägen das Straßenbild vieler Städte. Sie sind Hindernisse und eine große Unfallgefahr für viele Menschen, nicht nur mit Behinderung. Blinde und Sehbehinderte sind besonders betroffen, denn sie bemerken die Barriere erst beim Zusammenstoß bzw. im Fall.
Aber auch Autos die auf Gehwegen parken oder behinderndes oder belästigendes Fahrradparken, können für Sehbehinderte und Mobilitätsbehinderte eine erhebliche Gefährdung darstellen.
Der BSVT schließt sich der Gelbe-Karte-Aktion des Allgemeinen Blinden- und Sehbehindertenvereins Berlin (ABSV), auch über die Woche des Sehens hinaus, an.
Dazu haben wir eine eigene Karte mit unserem Logo gestaltet um damit gezielt auch in Thüringen die „gelbe Karte“ für wildes Parken auf Gehwegen zu zeigen. Die Karten können einfach ohne weitere Hilfsmittel an Fahrzeuge gehängt werden, die im Weg sind.
Mit der Aktion setzt sich der BSVT für ein faires Miteinander aller Verkehrsteilnehmenden ein.

Erstes Inklusionskinderfest in Apolda

Inklusionsnetzwerk – „Region für Alle“ des BSVT bot jede Menge Spaß für Kinder mit und ohne Behinderung.

Auf dem Naturspielplatz in Apolda fand am 21.09. das erste inklusive Kinderfest bundesweit statt. Organisiert wurde das inklusive Kinderfest durch das Team des Inklusionsnetzwerks „Region für Alle“ vom BSVT e.V.

Der Blinden- und Sehbehindertenverband Thüringen e. V. und die Kreisorganisation Weimar-Apolda-Sömmerda hatten zwei Grundschulklassen mit Kindern eingeladen, die zusammen Spaß hatten und vormachten, wie gelebte Inklusion geht.
Das Kinderfest bot auch Gelegenheit das neue Beratungsmobil (Mobile Beratungsstelle) des BSVT vorzustellen.

Förder Logo der Aktion Mensch

Das Projekt Inklusionsnetzwerk „Region für Alle“ wird durch die Aktion Mensch gefördert.

Sommerfest der Kreisorganisation

Bild von der Eröffnung durch den Vorsitzenden der Kreisorganisation

Zu ihrem diesjährigen Sommerfest hatte die Kreisorganisation Weimar/Apolda/Sömmerda des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Thüringen e. V. seine Mitglieder und deren Begleiter am Freitag, den 06. August, nach Ramsla in die Gaststätte „Zum Goldenen Hufeisen“ recht herzlich eingeladen.

Mobile Beratung für Menschen mit Behinderung

Förder Logo der Aktion MenschDie Aktion Mensch förderte die Anschaffung eines Mercedes Vito Kleinbus für den BSVT

Der Blinden- und Sehbehindertenverband Thüringen e. V. hat eine neues Beratungsmobil (Mobile Beratungsstelle).

Unterstützt wurde die Anschaffung durch eine finanzielle Förderung der Aktion Mensch. Von der Kreisorganisation Weimar / Apolda / Sömmerda des BSVT wurden die 30% der Eigenmittel in das Projekt eingebracht.
Der neue Bus unterstützt uns dabei unsere Beratungsmöglichkeiten weiter auszubauen. 

Der Mercedes Vito ist ausgestattet mit einer Rollstuhlrampe für Kleinbusse sowie einem klappbaren Beratungstisch und drehbaren Sitzen, die für die Beratung erforderlich sind.
Gerade im ländlich geprägten Thüringen entstehen Einschränkungen (Barrieren) schon bei der Erreichbarkeit der verschiedenen Beratungsstellen. Deshalb wollen wir mit unserer mobilen Beratung vielen Menschen mit Behinderung das Aufsuchen der Beratungsstelle erleichtern und Ihnen die Beratung „Vorort“ anbieten, sowie die Teilhabe an verschiedensten Projekten und Veranstaltungen ermöglichen.

Sehbehindertentag 2021: Kontrastreiche Poller

Wer ist noch nie gegen einen grauen Poller gestoßen, der mitten im Weg steht? Insbesondere für sehbehinderte Menschen können Poller zu einem gefährlichen Hindernis werden, wenn sie nicht kontrastreich gestaltet sind. 

Deshalb haben wir den schlecht erkennbaren Pollern zum Sehbehindertentag 2021 eine rot-weiß-gestreifte Mütze aufgesetzt.
Am 31. Mai wurden auf den Marktplatz in Apolda die grauen und schwer zu erkennenden Poller zu „Poller Rotweiß“.
Bei der gemeinsamen Aktion, unseres Inklusionsprojektes „Region für Alle“ und unserer Kreisorganisation die vom Bürgermeister der Stadt Apolda – Rüdiger Eisenbrand unterstützt wurde, ging es um graue und schwer zu erkennende Poller auf Gehwegen

Bei der gemeinsamen Aktion, unseres Inklusionsprojektes „Region für Alle“ und unserer Kreisorganisation die vom Bürgermeister der Stadt Apolda – Rüdiger Eisenbrand unterstützt wurde, ging es um graue und schwer zu erkennende auf Gehwegen.

Die Aktion hat einen ernsten Hintergrund. Unfälle passieren häufig, weil Hindernisse sich nicht kontrastreich von ihrem Umfeld abheben. Graue Poller auf Gehwegen werden dann zur Gefahr – insbesondere für Menschen mit Seheinschränkung.

Weitere Informationen Aktion erhalten Sie beim Inklusionsprojekt „Region für Alle“ | Tel.: 3644 650432 | E-Mail: region-fuer-alle@bsvt.org

Für Informationen zum Thema Sehbehinderung wenden Sie sich bitte an:

Kerstin Eckardt| Stellv. Vorsitzende der Kreisorganisation | Tel.: 0151-57372189 oder Kerstin Kucher | Tel.: 0174 6433502 | E-Mail: bsvt.ko.weimar@gmx.de

Der Sehbehindertentag (auch Tag der Sehbehinderten) ist ein nationaler Aktionstag in Deutschland, um auf die Situation und die Belange von Menschen mit Sehbehinderung aufmerksam zu machen. Vom Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) 1998 ins Leben gerufen, findet er seither jährlich am 6. Juni statt.